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Die elektrotherapeutische Behandlungseinheit mit vocaSTIM® besteht in der Regel aus zwei Sequenzen:

dem sog. Vorwärmen mit geeigneten durchblutungsfördernden Stromformen

der eigentlichen neuromuskulären elektrophonatorischen/ elektroartikulatorischen Stimulation mit adäquaten Impulsen (NMEPS/ NMEAS).

NMEPS zur Behandlung bei:

 

N. reccurens- Parese

N. laryngeus- superior- Parese

kombinierten Larynxparesen

Ankylosis capsularis der Aryknorpel

neuromuskulären Ermüdungen

neuromuskulären Verspannungen

Neuralgien, Dys- und Paraesthesien

 

NMEAS zur Behandlung bei:

 

Aphasie, Dysphasie und Dysphagie bei zentralen Paresen

Dysarthrischen Störungen bei peripheren Paresen der Hirnnerven

- N. trigeminus

- N. facialis

- N. glossopharyngeus

- N. vagus

- N. accessorius

- N. hypoglossus

 

Prof. Pahn hat für die NMEPS exakte Stromparameter für die unterschiedlichen, mit dem Akkommodationsquotienten bestimmten Schädigungsgrade definiert, welche sich in den Behandlungsvorschlägen (Indikationsregister) des vocaSTIM® wieder finden und dort direkt abgerufen werden können. Die Behandlungsvorschläge unterscheiden sich in der verwendeten Impulsform, der Impulsdauer sowie der Pausenlänge zwischen den Impulsen, wobei letztere durch die Abfolge der Funktionsübungen vorgegeben ist.  Die NMEPS folgt der Stimulationstechnik der sog. Intentionsübungen nach Foerster. Diese Technik besteht in der Koppelung des Versuches der Ausführung einer Willkürkontraktion (im Falle der NMEPS: phonatorische Funktionsübungen) mit der manuellen Auslösung der Elektrostimulation über einen Handtaster. Intentionsübungen sind vor allem auch bei psychogenen Lähmungen und sog. funktionellen Restlähmungen angezeigt. Sie stellen ein wichtiges Feedback für das effiziente Wiedereinschleifen der zentralnervösen Regulation dar. Allerdings setzt dies eine hohe Trainingshäufigkeit (mehrmals täglich, kurze Intervalle) voraus.

Die praktische Durchführung der Elektrostimulation bei Artikulation (NMEAS) richtet sich wie für Larynxparesen nach dem Schweregrad der Schädigung. Dieser lässt sich mit Messung der Akkommodation oder, wenn dies nicht möglich ist, an der Ermüdung während der Übung, feststellen. Die Ermüdung äußert sich in nachlassender Deutlichkeit der Artikulation. Übungsinhalt sind jetzt Sprachlaute. Im Falle gleichzeitiger Larynxparesen werden diese Schemata zusätzlich benutzt. Räuspern und Einatmung bleiben zur Stimulation beschädigter Sensoren bestehen.

Gähnen und Lachen werden in den Takt einbezogen, um alle für die Artikulation brauchbaren Bewegungen und Spannungen dieser Muskulatur zu erhalten. Für die häusliche tägliche Übung läuft auch dieses Schema in Verbindung mit entsprechenden CDs. Zur Stimulation des Schluckens wird die gleiche Stromcharakteristik benutzt wie für die Artikulation. Dabei kann das Drücken der Handtaste schwierig sein. Das betrifft beidseitige Paresen der Arme oder einseitige, wenn der Patient mit dem beweglichen Arm Löffel, Gabel oder Tasse selbst halten und führen will. Dafür gibt es eine Fußtaste, sofern ein Bein funktioniert.

Zur NMEPS und NMEAS wird auf Oberflächenelektroden zurückgegriffen und in der Regel die monopolare Anlagetechnik angewendet. Dazu wird eine in ihrer Fläche größere indifferente Elektrode verwendet. Als differente Elektrode dient eine kleinere Elektrode, die als aktive Stimulationselektrode über dem zu stimulierenden Bereich fixiert wird.